Sonntag, 21. Juni 2015

In einer Woche kann man viel schaffen

In der letzten Woche ist so einiges bei mit passiert. Meine Wohnung ist mittlerweile in einem Zustande in dem ich sogar Leute hereinbitten kann. Dies habe ich auch mehrfach getan. Letzten Sonntag war meine Schwester auf einen kurzen Trip bei mir. Wie haben ein bisschen rumgesessen, zwei bis drei Folgen der Serie "Hallo Holly" geschaut und im Anschluss haben dann das Altpapier zu einem Container gefahren. Die erste Baustelle war also Abgeharkt. Als nächstes stand die Küche auf der Liste und meine Küche ist ein Raum den ich nicht leiden kann, Ich rede mir immer gerne ein das es an einem Brand liegt den ich vor einigen Jahren da hatte...das rede ich mir aber auch sicher nur ein. Ich habe einfach eine unglaubliche Antipathie gegen meine Küche. Bei anderen Leuten habe ich kein Problem damit abzuwaschen oder auch zu kochen aber bei mir bin ich immer froh wenn ich den Raum schnell wieder verlassen kann.

Ein Glück, dass sich meine Mutter zum helfen angekündigt hatte. Sie hat es echt vollbracht die gesamte Küche an nur einem Tag in einen Zustand zu versetzen der nichts mehr mit dem zu tun hatte wie es da vorher aussah. In der Zeit war ich nicht untätig... Ich bereitete mich auf den bestellten Sperrmülltermin vor. Regale mussten gelehrt werden und bis meine zweite Rutsche an neuen Möbeln eintrifft ein temporärer Platz für einige andere Sachen gefunden werden. Am Ende des Tages war wieder ein riesiger Schritt in die richtige Richtung getan.

Durch den erreichten Stand der Dinge war es für mich nun am Donnerstag auch kein Problem einen Freund und meinen Schwager zu begrüßen. Die beiden haben mir dabei geholfen alte, kaputte und ungenutzte Möbel vor die Tür zu bringen. Aufgrund meiner Herz/Lungenprobleme war ich echt froh die beiden an meiner Seite zu wissen. Es sah echt nach unglaublich viel Arbeit aus aber in weniger als einer halben Stunde war der Drops gelutscht und alles hatte seinen Platz vor der Tür um von den Kollegen des USB in die ewigen Jagdgründe geschickt zu werden. Danach haben wir hier noch ein wenig gesessen und uns über die verschiedensten Themen unterhalten. Das war ein unglaublich schöner Moment für mich denn sowas ist hier schon lange nicht mehr passiert und ich hoffe das es nicht das letzte mal war.

Die Woche hat noch drei Tage also kann man ja noch einiges schaffen. Freitag habe ich mich mit meiner Mutter und ihrem fahrbarem Untersatz zum einkaufen bewegt. Es hat sich angeboten auf diesem Wege auch gleich meinen Pfandsack um die Ecke zu bringen. Acht Euro war die ausbeute. Danach ging es dann zum shopen. Nur die wichtigsten Dinge...Brot, Nudeln, Reis...was man halt so zum leben braucht. Meine Regale waren selten so voll. Aufgrund meiner sehr knappen Kalkulation mit den Möbeln hatte ich nicht mehr so viel Geld für Lebensmittel übrig aber ich bin ja nicht verhungert...hätte mich auch irgendwie gewundert. Ich habe mir wieder angewöhnt regelmäßig zu Frühstücken. Dabei setzte ich alles auf Haferflocken mit Yoghurt, Früchten und Milch. Das sättigt und hat zumindest den Plazebo Effekt das ich was gesundes esse. Ich versuche auch jeden Tag frisch für mich zu kochen was bei meiner Beziehung zu meiner Küche echt schwierig ist aber auch da bekomme ich immer was hin.

Nun ist die Woche beendet und ich habe enorm viel geschafft. Wie ich es schon oft zum Ausdruck gebracht habe hätte ich es niemals ohne meine Freunde und die Familie auf die Kette bekommen aber die Reise ist ja auch noch nicht am Ende. Viele Hürden habe ich noch zu meistern aber ich sehe dem ganzen durch den Verlauf der letzten Woche noch positiver entgegen. Zum Schluss gibt es noch ein Bild von meiner Schlafecke die stellvertretend für all das steht was ich bisher geschafft habe. Das Bett ist gemacht und ich habe einen freien Boden. Für einige nichts besonderes aber für mich sind das Meilensteine.


Donnerstag, 11. Juni 2015

Worauf kann ich mich noch freuen?



"Kinder? Ich erzähle euch jetzt eine unglaubliche Geschichte. Sie handelt davon wie ich eure Mutter kennen lernte!"


So wie Ted Mosby möchte ich meinen Kinern eines Tages die Geschichte erzählen wie ich ihre Mutter kennen lernte. Das ist eine Sache auf die ich mich unglaublich Freue. Doch das kann ja nicht alles sein worauf es sich zu freuen lohnt oder?


Auf kurze Sicht freue ich mich auf viele kleine Sachen. Da gibt es die neuen Teile der Starwars Geschichte,  die verschiedensten Videospiele die angekündigt oder veröffentlicht werden und viele andere Kleinigkeiten. Aber auch das kann und wird mich doch sicher nicht ein Leben lang ausfüllen können. Immer nur kleine und eigentlich unbedeutende Happen hingeworfen zu bekommen an denen man sich im besten Fall ein bis zwei Wochen erfreut und eher popkultureller Natur sind.

Ist es wichtig nach größeren Zielen zu streben die einem über das gesamte Leben Freude bereiten? Muss ich gar ein Haus bauen, ein Kind zeugen und einen Baum pflanzen? Bei dem Gedanken daran habe ich hierbei wahrscheinlich nur bei einer Sache Spaß und das dann auch nur ca 10-20 Minuten...Die Rede ist natürlich vom Haus bauen... wovon auch sonst.

Momentan kommt es mir vor mich immer nur von einem zum anderen Tag zu hangeln ohne ein langfristiges Zeil zu haben auf das ich mich auch wirklich Freue.  Ich habe keine Ausbildung, keinen Job und das größte Problem ist das ich zwar viel kann aber nichts so wirklich richtig. Manchmal fühle ich mich wie in der siebten Klasse in der man sich entscheiden musste wo man sein erstes Praktikum verbringt. Man musste sich die Frage stellen wofür man sich interessiert und was man gerne mal machen möchte. Ein Job könnte eine dieser Sachen sein auf die man sich freuen kann nur Wie, Wann und Was.

Ich hoffe oft auf einen Zufall. Eine geradezu göttliche Fügung. Bisher bin ich mit damit auch immer gut gefahren und das Schicksal oder der Zufall hat es möglichst gut mit mir gemeint. Darauf verlassen möchte ich mich jedoch nicht und hoffe daher durch mein eigenes Handeln Erfolg und besonders langfristige Freude zu empfingen.

Montag, 8. Juni 2015

Zu schnell zu viel?

Ich frage mich ob ich ein zu hohes Tempo an den Tag lege. Ich möchte alles schnell, schneller zu schnell? Wenn es nach mir ginge bräuchte der Tag 48 Stunden und ich keinen Schlaf. So habe ich es auch die letzten Tage irgendwie gehalten. Schuften was das Zeug hällt und bloß nicht daran denken mal was zu essen, sich etwas Zeit für sich zu nehmen oder mal das Haus zu verlassen. Ich möchte einfach fertig werden und keine unnötige Zeit mit so Nebensächlichkeiten verbringen. Gestern war ein Tag an dem ich aber mal einfach nichts gemacht habe. Ich habe mich Nachts auf die Couch gelegt, habe einen Film geschaut, bin dabei eingeschlafen... Als ich wach wurde war ich etwas ausgepowert. Ich kochte mir einen Kaffee, legte die Füße auf den Tisch und schaute meine lieblings Morningshow auf RocketbeansTV an. Dabei überlegte ich kurz ob ich nicht aufstehen solle um mich an die Arbeit zu machen aber ich bin einfach sitzen geblieben. Habe meinen Kaffee ausgetrunken, und bin sitzen geblieben. Am mittag ging ich zu meiner Mutter, da ihr neuer Freund ihren Geburtstag nachfeierte. Es gab unglaublich leckeres Essen und eine Kuchenauswahl vom Konditor wie man sie selten sieht. Auch ganz untypisch war mein plötzlicher konsum von Alkohol. Ich habe Sage und Schreibe 2 Porter getrunken. Sowas mache ich sonst nie. Geschafft vom Tag machte ich mich auf nach Hause. setzte mich an den PC, checkte Mails und die neusten News. Es war 19 Uhr und da ich wieder so unglaublich kapput war habe ich mich in mein Bett gelegt und geschlafen. Einfach so. Durch mein frühes Schlafen war ich genau so früh auch wieder wach. Um 3 Uhr in der Nacht öffneten sich meine Augen und ich konnte nicht mehr schlafen. Bis jetzt (5:35Uhr) vertrieb ich mir die Zeit mir Youtube Videos, sortierte einige Fotos auf meinem Rechner aus und nun bin ich wieder voller Motivation weiter am Projekt "Besenrein" zu arbeiten.

In den letzten Tagen habe ich gelernt das ich nicht 24/7 auf höchster Stufe durchballern kann sonder auch mal eine Pause brauche. Diese muss ich mir dann einfach mal nehmen und den lieben Gott mal nen guten Mann sein lassen.

Sonntag, 7. Juni 2015

Versteckte Schätze

Gerade habe ich eine kleine Micromanagement Phase eingelegt, in der ich mich auch mal an die kleinen Dinge setze. Ich sortiere Papiere und schaue in Schränke die ich lange lange Zeit nicht mehr geöffnet habe. Dabei findet man Dinge von denen ich nicht mal mehr wusste das ich sie besitze.
Hier mal eine kleine Auswahl an Schätzen die hier in meinem Bernsteinzimmer auf mich gewartet haben.




WiseGuys Spezialnacht DVD



Diese DVD habe ich im alter von 19 Jahren (also vor 7 Jahren) gekauft und habe sie seitdem nie wieder angefasst da ich mittlerweile vergessen hatte das diese überhaupt existiert.
Gekauft hatte ich sie bei einem Besuch einer Freundin in Mönchen Gladbach. Oft fuhr ich zu ihr und da ich immer eine lange Zeit auf meinen Bus warten musste habe ich immer einen kleinen Abstecher beim Elektromarkt meines Vertrauens gemacht bevor ich dann meine Reise fortsetzen konnte. 








Liebesbriefe



Ich habe einige Liebesbriefe aus meiner Jugend gefunden. Briefe die teilweise bis zu 11 Jahre alt sind und so viele schöne und lustige Erinnerungen hervorrufen. Dieses Exemplar hier ist beispielsweise von meiner ersten richtigen Freundin. zu dieser Zeit bin ich hier gerade in meiner Wohnung eingezogen. Gemeinsam haben wir meine Wohnung renoviert und eingerichtet. Manchmal wünsche ich mich zu diesen schönen alten Zeiten zurück, doch die Erfahrungen und Erlebnisse in den letzten zehn Jahren möchte ich auch nicht missen.








Offizielles Merchendis der Mettmanns


Dies hier ist ein handgearbeiteter Aschenbecher mit einem "The Mettmanns" Logo. Seit ca einem Jahr bin ich nun Nichtraucher aber dieses Relikt aus fast vergessenen Tagen werde ich dekorativ auf meinem Wohnzimmertisch stehen lassen. Die Mettmanns war unsere Gang. Eine Institution des totalen Irrsinns und der Geisteskrankheit als Kunstform. Die Zeiten ändern sich - ich rauche nicht mehr und Tobi isst kein Fleisch mehr =)





Namensschilder und Ähnliches 


Die Winterschule war das Highlight des Jahres. Hier haben wir den Backstagepass aus dem Jahr mit dem Thema "Hinter den Kulissen". In diesem Jahr begannen unsere legendären Mettmannpartys und ich lernte bei der Loveletterparty meine letzte große Liebe kennen. Hier schrieb ich ihr einen kleinen Brief und machte so auf mich aufmerksam. Am ende einer Jeden Winterschule wurde bereits die nächste Geplant und wir fragten uns warum wir uns nicht schon am 31.12 für das kommende Jahr anmelden konnten. Auch hier wurde ich und besonders meine Meinung über die Welt geprägt. Ich bekam eine Sicht auf die Dinge wie ich sie vorher nicht hatte und lernte auch mal Sachen zu hinterfragen. Außerdem lernte ich hier einen meiner engsten Freunde, Zeppi,
kennen.



Für viele sind diese Dinge Müll aber für mich sind sie Relikte einer Zeit die mich geprägt hat. Symbole einer Zeit in der ich mein Leben besser gemeistert habe und alles erreichen konnte was ich wollte. Ich hatte Perspektiven, einen engen Freundeskreis und die Motivation etwas zu bewegen.
Zu diesem Punkt möchte ich wieder kommen und ich bin mir zu 100% sicher dies auch zu erreichen. Mit der Unterstützung meiner übrig gebliebenen Freunden und meiner Familie schaffe ich es. 

Samstag, 6. Juni 2015

Wer hoch fliegt der fällt auch tief

Gerade merke ich das ich auf dem schmalen Grad zwischen Motivation und Kondition bewege.
An sich bin ich momentan echt in sehr getrieben. Ich sehe Fortschritte und kann mich Stück für Stück ans Ziel hangeln. Mein Körper macht mir da aber leider einen Strich durch die Rechnung. Durch mein recht schwaches Herz und meine Lunge die ab und an auch gerne ihre Funktion einstellt bin ich ein wenig aufgeschmissen und muss mich alle zehn Minuten für eine kurze Pause setzen um mich nicht ganz zu verausgaben.

Ich mag es nicht ausgebremst zu werden. Gerade jetzt bin ich doch so schön bei der Arbeit. Es bleibt mir aber nichts übrig denn wenn ich viel erreichen will und das auch noch möglichst schnell dann bleibt nichts anderes als sich alle paar Minuten auf den Hosenboden zu setzen, einen Schluck Wasser zu nehmen und mal tief durch zu atmen.

Vor mir liegt ein langer und hartet Weg

Heute beginnt der Rest meines Lebens!

Wenn ich auf die letzten 26 Jahre zurück blicke sehe ich viele schöne Momente. Augenblicke in denen ich mit Freunden um die Häuser gezogen bin, in denen ich aktiv Interessen verfolgt habe und ab und an auch einfach nur Leute auf meiner Couch sitzen hatte die ein kühles Bier und etwas Gesellschaft suchten.
Diese Zeiten sind lange vorbei, denn bis auf den ein oder anderen Haustechniker habe ich seit Jahren niemanden mehr in meine Wohnung gelassen, Abgeschottet von der Realität lebte ich nach dem Motto " My Home is my Castle!". Ich wollte einen Rückzugsort an dem ich einfach Ich sein konnte und mir niemand sagte was ich zu tun und zu lassen habe. Schnell wurde es in meiner "Festung der Einsamkeit" einsam und anders als in den Superman Comics war es nicht hell und geräumig sondern dunkel und bedrückend. Ich landete in einen Trottschleife. Sagte mir "Was ich heute nicht mache erledige ich halt morgen!" und das wurde mir zum Verhängnis.
Die Berge an benutzten Tellern wuchsen schnell und ich konnte mich mit den Worten des Poeten Sebastian23, der einst sagte "...der Gegenwert meines Flaschenpfandes macht mein Zimmer zum postmodernem Bernsteinzimmer.", super identifizieren.
Ich habe mich gehen lassen und für alles immer irgendeine Ausrede gesucht und mich wirklich nur mit Leuten getroffen die mir unglaublich wichtig sind und die ich schätze. Vor einiger Zeit verließ mich dann auch noch meine Freundin mit der ich mir eigentlich eine tolle Zukunft mit Perspektive ausgemalt hatte. Ich dachte mit ihr zusammen kann ich alles schaffen was ich möchte. Pustekuchen!

"It's time for change!" denn heute beginnt der Rest meines Lebens und ich möchte nicht das es so weiter geht wie in den letzten 5 Jahren. Ich möchte Meine Freunde bei mir zuhause Willkommen heißen können. Ich möchte morgens die Augen öffnen und nicht direkt den Haufen Elend sehen den ich meine Wohnung nenne. Ich habe einen Plan und dieser wird mir neue Lebensqualität geben. Ein harter Weg liegt vor mir aber mit etwas Unterstützung von Freunden, Bekannten und der Familie, die immer für mich da sind wenn ich sie brauche, werde ich alles schaffen.

Der erste Schritt ist getan. Ich habe mich von meinen alten Möbeln getrennt und meine gesamten Ersparnisse in neue gesteckt. Ich möchte nicht mehr an alte Zeiten erinnert werden in denen ich hier unmotiviert und alleine in der Ecke hing und vor mich hin vegetierte. Aber das war nur ein Schritt und um mich selber etwas unter Druck zu setzen und euch etwas an meinem Weg teilhaben zu lassen werde ich wichtige Momente und Meilensteine hier dokumentieren.

Wenn ihr mich irgendwie unterstützen möchtet oder mir Tipps und Tricks um den Alltag zu meistern mit auf den Weg geben wollt oder einfach fragen an mich habt hinterlasst mir einfach eine Nachricht.

Bis dahin alles gute und bis zu meinem nächsten Eintrag.

Toffa